Playouts rücken bedrohlich nah

Unihockey, 1. Liga KF: Merenschwand handelt sich zwei weitere Niederlagen ein

Der erhoffte Befreiungsschlag ist gründlich missglückt. Nach einer klaren 2-7 Niederlage gegen Gansingen, geht auch das zweite Spiel gegen Schlusslicht Regensdorf 6-7 verloren.

Die erste Partie gegen Gansingen beginnt aus Merenschwander Sicht ziemlich ansprechend. Die Freiämter starten konzentriert in das Spiel und kommen bald zu ersten Chancen. Gansingen kann sich jedoch schadlos halten und geht nach sechs Minuten in Führung. In der Folge entwickelt sich das Spiel immer mehr zu einem offenen Schlagabtausch. Dieser behagt den Mettauertalern einiges besser als ihren Freiämter Gegnern. Während Merenschwand ziemlich sorglos mit ihren Möglichkeiten umgeht, zeigt sich Gansingen abgeklärt und effizient. 5 zu 0 steht es zur Pause, die Partie ist bereits entschieden. Trainer Häuselmann setzt zur Pause ein Zeichen, versucht sein Team mit einem Torhüterwechsel aufzurütteln. In der zweiten Hälfte kämpfen sich die Merenschwander ins Spiel zurück, tun sich aber weiterhin schwer zu Topchancen zu kommen. Gansingen schirmt die gefährliche Zone, den Slot, gut ab und lässt Merenschwander Angriffe immer wieder in den ungefährlichen Zonen versanden. Das Spiel ist intensiv, spannend wird es aber nicht mehr. Gansingen gewinnt klar mit 7 zu 2.

Mangelnde Effizienz

Die Startphase der zweiten Spiels ist geprägt von vielen intensiven Zweikämpfen, es geht für beide Teams um viel. Mit einem schönen Distanzschuss gehen die Regensdorfer nach vier Minuten in Führung. In der Folge drücken die Freiämter, tun sich aber wie schon gegen Gansingen schwer zu guten Torchancen zu kommen. Bezeichnend dafür fällt der Ausgleich mit einem Abschluss aus spitzem Winkel. Dieser Ausgleich tut dem Merenschwander Spiel sichtlich gut, endlich gelingen auch schöne Spielzüge, doch im Abschluss scheitern sie aus teils besten Positionen. Wie so häufig im Sport rächt sich das, die Wehntaler können erneut in Führung gehen. Der erneute Ausgleich gelingt postwendend in Überzahl, doch nur wenig später lassen sich die Freiämter in der Defensive erneut übertölpeln. Regensdorf spielt nun stärker und Merenschwand muss gar froh sein, bis zur Pause keinen weiteren Treffer mehr zu erhalten.

Riskantes Spiel

Die zweite Hälfte gehört klar den Merenschwandern, sie doppeln ihre Gegenspieler immer wieder und können so viele Bälle umgehend zurückgewinnen. So gelingt bald der Ausgleich, es zeigt sich aber auch, warum sich die Freiämter im Tabellenkeller befinden. Ein Abschluss nach dem anderen kommt Richtung Wehntaler Gehäuse, doch Tore fallen keine. Mal scheitert man am Torhüter, Mal am Torgehäuse oder verfehlt gar das Tor. Durch die offensive Ausrichtung bieten sich Regensdorf aber auch immer wieder gute Konterchancen, zwei davon können sie verwerten und führen fünf Minuten vor Spielende mit 5 zu 3. Es spricht für die Merenschwander Moral, dass sie sich nicht aufgeben und zwei Minuten vor Spielende, bereits ohne Torhüter spielend, erneut den Ausgleich schaffen. In dieser Situation wollen sie aber zu viel, agieren weiter ohne Torhüter. Dies rächt sich. Nach einem geblockten Abschlussversuch kann der Regensdorfer Angreifer nur noch penaltywürdig am Einschuss ins verlassene Tor gehindert werden. Der fällige Penalty wird souverän verwandelt und nur wenig später erhöhen die Wehntaler auf 7-5. Der Freiämter Anschlusstreffer, Sekunden vor Spielende, ändert nichts mehr an der knappen Niederlage.

Die nächste Runde findet in gut einem Monat statt, Zeit um die auch Trainer Häuselmann froh ist: „Unser Problem liegt sicher im mentalen Bereich. Da tut eine Pause sicher gut um mit neuer Frische die letzten Spiele in Angriff zu nehmen.“ Dies ist auch dringend nötig, will Merenschwand die Playouts verhindern, darf es sich gegen die hinteren Teams keine Ausrutscher mehr erlauben.

Telegramme:

Wil-Gansingen – Merenschwand 7:2 (5:0)

MZH Thurzelg, Oberbüren; 60 Zuschauer; SR: Marty

Merenschwand: Mienert, Käppeli; Inderkum, R. Vollenweider (2/0), F. Gürber (0/2), F. Vollenweider, S. Gürber, Joel Niederberger, Stierli, Heim, Julian Niederberger, T. Vollenweider

Bemerkungen: 1 mal 2 Minuten gegen Merenschwand

 

Regensdorf – Merenschwand 7:6 (3:2)

MZH Thurzelg, Oberbüren; 30 Zuschauer; SR: Marty

Merenschwand: Käppeli; Inderkum (1/0), R. Vollenweider, F. Gürber (0/1), F. Vollenweider (1/2), S. Gürber (1/0), Stierli (1/0), Heim, Julian Niederberger (1/1), T. Vollenweider (1/0), Joel Niederberger

 

Spieltag und Tabelle

Unterkulm – Bäretswil                                  3:3
Gossau – Niederwil                                       7:6
Bäretswil – Cazis                                            7:13
Unterkulm – Gossau                                     3:8
Niederwil – Wil-Gansingen                           3:3
Cazis – Lengnau                                             10:6
Regensdorf – Spreitenbach                         6:8
Wil-Gansingen – Merenschwand                7:2
Lengnau – Spreitenbach                             14:2
Regensdorf – Merenschwand                     7:6

 

1             Cazis                    12          10          1             1             +57         21
2             Gossau                12          9             2             1             +27        20
3             Lengnau              12          8             1             3             +24        17
4             Bäretswil             12          6             2             4             +18        14
5             Niederwil            12          6             1             5             -6           13
6             Wil-Gansingen   12          3             4             5             -6           10
7             Spreitenbach     12          3             3             6             -36          9
8             Unterkulm          12          2             3             7             -21         7
9             Merenschwand 12          1             3             8             -28         5
10          Regensdorf         12          1             2             9             -29         4

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