„Es will einfach nicht“

Unihockey: Merenschwand kann weiterhin nicht gewinnen.

Drei Spiele – drei Niederlagen, dies die enttäuschende Bilanz des Wochenendes. Insbesondere die Offensive liess die nötige Durchschlagskraft vermissen.

Im Cup Achtelfinal gegen Wiler-Ersigen ensteht von Beginn an ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Der erste Treffer gelingt dabei dem Heimteam nach gut 6 Minuten. Merenschwand kann durch Stierli jedoch direkt antworten und die Partie wieder ausgleichen. In der Folge verlieren die Freiämter jedoch den Zugriff aufs Spiel. Sie laufen nun vermehrt dem Ball und Gegner hinterher und Wiler erhöht sukzessiv auf 6-1. Dabei zeichnet sich immer wieder ein Spieler aus, Philipp Fankhauser. Der 27-jährige ehemalige Nationalspieler gab diesen Sommer seinen Rücktritt von Spitzensport bekannt. Dass er es aber immer noch kann musste Merenschwand schmerzlich erfahren, seine fünf Treffer machen schlussendlich den Unterschied aus.

Merenschwand fängt sich

Ein Schützenfest sollte es jedoch nicht werden. Noch vor der ersten Drittelspause findet Merenschwand wieder zu seinem Spiel. Defensiv gelingt es die Kreise von Fankhauser einzuengen und nach einem schönen Spielzug verkürzt S. Gürber auf 2-6. Das zweite Drittel gehört mehrheitlich den Freiämtern. Sie kommen immer wieder zu guten Chancen, bringen den Ball jedoch lange nicht ins Netz. Wiler sucht sein Glück in Gegenstössen, scheitert aber immer wieder am glänzend aufgelegten Käppeli im Merenschwander Tor. Mit einem satten Schuss gelingt es T. Vollenweider dann doch noch vor Drittelsende zu verkürzen.

Das letzte Drittel verläuft ähnlich wie das vorangehende. Merenschwand ist bemüht, jedoch vor dem Tor zu harmlos. Durch einen Konter erhöht Wiler auf 7-3. S.Gürber kann zwar nochmals verkürzen, doch eng wird es nicht mehr. Mit einem Treffer ins verlassene Merenschwander Gehäuse, macht Wiler 2 Minuten vor Ende alles klar.

Start verschlafen

Am Sonntagmorgen wartete bereits der nächste hochkarätige Gegner auf Merenschwand. Cupsieger Gossau war von Beginn weg dominant, während Merenschwand noch träumte. Es war wohl aber eher ein Albtraum, 7 zu 0 zur Halbzeit. Die Freiämter agierten zu passiv, liessen den Gegner gewähren und dieser spielte sich wahrlich in einen Rausch. Die Treffer fielen wie reife Äpfel vom Baum, eines schöner als das andere, leider blieb den Freiämtern nur die Zuschauerrolle. Das Spiel war gelaufen, Merenschwand in der zweiten Hälfte um Schadensbegrenzung bemüht. Dies gelingt bedingt, mit 4-4 konnte die zweite Hälfte zumindest ausgeglichen gestaltet werden.

Starke Reaktion

Im abschliessenden Spiel des Mammutwochenendes gegen Niederwil sollte endlich etwas Zählbares herausschauen. Die Partie startet ausgeglichen. Das erste Tor gelingt jedoch Niederwil, mit einer Freischlagvariante überlisten sie die Merenschwander Verteidigung. Die Freiämter haben jedoch die passende Antwort zur Hand und gleichen kurz darauf wieder aus. In der Folge ist Niederwil mehrheitlich in Ballbesitz, die besseren Chancen hat jedoch Merenschwand. Immer wieder entschärft der starke Niederwiler Schlussmann gefährliche Abschlüsse, auf der anderen Seite kassieren die Merenschwander zwei unglückliche Gegentreffer. Mit einem 1-3 Rückstand geht es in die Pause. Danach drücken die Freiämter weiter und F. Gürber gleicht das Spiel mit einem Doppelschlag innert einer Minute aus. Durch einen umstrittenen Penalty kann Niederwil zehn Minuten vor Schluss nochmals vorlegen. Es sollte die Entscheidung sein. „Es will einfach nicht im Moment“, bilanzierte Assistenztrainer Zollinger nach der Partie, „die Leistung gegen Wiler und Niederwil war gut, doch momentan laufen die Spiele einfach gegen uns. Gegen Niederwil hätten wir den Sieg verdient gehabt.“

Telegramme:

Cup Achtelfinal:

Wiler-Ersigen – Merenschwand 8:4 (6:2, 0:1, 2:1)

Sportzentrum Zuchwil – 70 Zuschauer SR: Eichholzer

Merenschwand: Käppeli, F. Vollenweider (0 Tore / 3 Assists), S. Gürber (2/0), Stierli (1/0), Heim, T. Vollenweider (1/0), Niederberger, F. Gürber, Inderkum, R. Vollenweider

Bemerkungen: 2 mal 2 Minuten gegen Wiler-Ersigen, 2 mal 2 Minuten gegen Merenschwand

 

KF 1. Liga, 3. Runde:

Gossau – Merenschwand 11:4 (7:0)

Seefeld Spreitenbach – 30 Zuschauer SR: Etzensperger

Merenschwand: Mienert, F. Vollenweider (1 Tor / 0 Assists), S. Gürber (0/1), Konrad, Inderkum (2/0), R. Vollenweider (1/2), F. Gürber, Stierli, Niederberger, T. Vollenweider

Bemerkungen: 1 mal 2 Minuten gegen Merenschwand

 

Niederwil – Merenschwand 4:3 (3:1)

Seefeld Spreitenbach – 50 Zuschauer SR: Hercli

Merenschwand: Mienert, F. Vollenweider, S. Gürber (0/1), Stierli (1/0), Inderkum (0/2), R. Vollenweider, F.Gürber (2/0), T. Vollenweider, Niederberger

 

Spieltag und Tabelle

Gossau – Merenschwand                            11-4
Cazis – Niederwil                                           8-3
Gossau – Wil-Gansingen                              5-3
Merenschwand – Niederwil                        3-4
Cazis – Wil-Gansingen                                  9-1
Bäretswil – Lengnau                                     2-4
Unterkulm – Regensdorf                             4-2
Bäretswil – Spreitenbach                            12-1
Regensdorf – Lengnau                                 5-7
Spreitenbach – Unterkulm                          5-1

 

1             Bäretswil             6             5             0             1             10
2             Cazis                    6             4             1             1             9
3             Gossau                6             4             1             1             9
4             Niederwil            6             4             0             2             8
5             Lengnau              6             3             1             2             7
6             Unterkulm          6             2             1             3             5
7             Spreitenbach      6             2             1             3             5
8             Wil-Gansingen   6             1             1             4              3
9             Merenschwand  6             0             2             4             2
10          Regensdorf         6             0             2             4              2

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