Vereinsreise ins Appenzellerland

Das Ziel der Reise war wie jedes Jahr eine Überraschung. Auch das Wetter war ziemlich unberechenbar. Muss ich lange Hosen anziehen, mit Pullover und Jacke oder sogar eine Regenjacke? Wird es noch schön und ich brauche eine Sonnenbrille und Sonnencreme? Am Samstagmorgen, als es mit dem Zug Richtung Ostschweiz losging, wusste kaum einer was ihn erwartet. Die Stimmung war dadurch aber überhaupt nicht getrübt.

Angekommen in Appenzell, wer hätte das gedacht, ging es Richtung Restaurant los. Dort stärkten wir uns zuerst mit dem Mittagessen. Da wir bereits sehr viel zu Diskutieren hatten, brachen wir mit leichter Verspätung auf. Nach einem kurzen Marsch hiess es dann: «Schuhe ausziehen». Das war natürlich ein Scherz, dachten alle. War es aber nicht. Unsere nächsten fünf Kilometer führten über den Barfussweg. Es war wunderschön so Barfuss über die feuchten, kühlen Wiesen zu Schlendern. Es gab auch Kieswege und Schlammlöcher zu durchqueren. Als wir diesen Weg gemeistert hatten, ging es darum noch für den Abend einzukaufen. Die Idee war, dass wir uns mit Grillieren einen schönen Abend machten. Auch das Lagerhaus für die Übernachtung fanden wir auf Anhieb. Alle waren schon etwas müde vom Marschieren und freuten sich auf das Bier während dem Grillieren. Plötzlich kündigten die Reiseleiter noch eine Attraktion an. Wir sollten eigentlich schon dort sein. Rodeln stand noch auf dem Programm. Die 10 Minuten Fussmarsch zur Rodelbahn waren innert Kürze gemacht und wir sassen auch schon auf der Bahn. Einige waren etwas zurückhaltender, andere dagegen forderten die Bahn heraus. So hatte jeder seinen Spass. Das gute war, dass es jeder heil nach unten geschafft hatte, ob in der Einzelfahrt oder der anschliessenden Zweierfahrt.

Somit war der erste Tag auch schon durch, beinahe. Wäre da nicht noch das Grillieren. Ob mit Jassen, Diskutieren, Feuern, Bier-Pong oder Holz spalten, jeder fand eine lustige Beschäftigung. Das Fleisch wurde gebrätelt und Salat wurde zusammengemischt. So konnten wir alle zusammen essen. Das Bier dazu durfte natürlich nicht fehlen. Wir hatten das uns ja auch redlich verdient. Den Abend liessen wir dann gemütlich ausklingen. Einige wollten einfach nicht schlafen gehen, und so wurde es am Morgen etwas hektisch mit aufräumen und putzen. Natürlich wollten auch alle noch schnell duschen und sich für den zweiten Tag frisch machen. Das Morgenessen musste dann irgendwann dazwischen eingenommen werden. Wenn jeder gewusst hätte, was am Sonntag noch auf dem Programm steht, wäre der eine oder andere sicher früher schlafen gegangen.

Mit einem Büssli wurden wir abgeholt. Nach einer rasanten halbstündigen Fahr auf den Tödi ging es los mit der Talfahrt. Das Mountainboard hatte es in sich. Es ist eine Mischung aus Rollbrett und Snowboard, hat aber zum Glück eine Bremse. Mit der geeigneten Schutzausrüstung und angeschnalltem Board fuhren wir Kieswege, Wiese und Strassen Richtung Tal. Es war recht anstrengend und richtig toll. Die Fahrt dauerte dann auch 2.5 Stunden. Nachdem wir die Tour ohne Verletzung überstanden hatten ging es zum Bahnhof. Nach einer kurzen Verpflegung machten wir uns auf den Rückweg.

Es war ein sensationelles Wochenende, diese Vereinsreise des UHC Ramba Zamba Merenschwand.                                

Fabian Vollenweider

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.